Trends auf dem niederländischen Immobilienkapitalmarkt 

Weniger Investitionen durch Einbruch des Vertrauens
Das Investitionsvolumen ist nach anfänglicher Erholung 2010 im letzten Jahr erneut gesunken. Insgesamt wurden € 4,75 Milliarden in Immobilien investiert, ungefähr ein Viertel weniger als im Jahr zuvor.

Akzentverschiebung auf Geschäftsräume und Wohnungen
Investoren verschieben den Akzent in ihrem Portfolio auf Geschäftsräume und Wohnungen. Diese Sektoren haben ein relativ geringes Risiko auf Leerstand, wodurch die Sicherheit der Mieteinkünfte einen stabilen, direkten Ertrag generiert. Büroräume und Betriebshallen sind weniger beliebt, umso mehr, da ausländische Investoren den Fokus auf Investitionen unter anderem in Osteuropa und Skandinavien verlegen.

Investoren verlagern Anreize
Anreize bei Mietverträgen sind aufgrund der mäßigen Marktbedingungen Allgemeingut. Die Weise, in der Investoren damit umgehen, ändert sich jedoch. So verteilen Investoren die Vorteile für Mieter stärker über die gesamte Laufzeit des Mietvertrags. Indem sie außerdem einen Teil der Vorteile am Ende der Mietzeit gewähren, verhindern sie, dass Mieter vorzeitig ausziehen.

Anfangserträge sinken nicht weiter
Die Werterholung in den Top-Segmenten von Immobilien hat sich im letzten Jahr nicht fortgesetzt. Aufgrund der verschlechterten makrowirtschaftlichen Bedingungen, der Unsicherheiten in Bezug auf den Euro und die Knappheit von Fremdkapital sind Immobilieninvestoren zurückhaltender geworden. Dadurch haben sich die Durchschnittspreise für Immobilien nicht verbessert, umso mehr, als dass sehr wenige Top-Immobilien als Kapitalanlage angeboten werden.

Angst wirkt lähmend
Die Angst scheint auf dem Immobilienmarkt und unter Investoren umzugehen. Angst vor Wertverfall, steigendem Leerstand und ungenügender Finanzierung. An sich durchaus berechtigte Ängste, aber dass heißt noch nicht, dass Immobilien langfristig eine aussichtslose Investition darstellen. Stärker noch, da der Wert von Immobilien in manchen Sektoren um einige Dutzend Prozent gefallen ist, scheinen sich gerade jetzt attraktive Kaufmöglichkeiten aufzutun. Bevor Investoren hierin jedoch investieren werden, muss die Sicherheit in Bezug auf den Fortbestand des Euro zunehmen die Wirtschaft Anzeichen dauerhafter Erholung zeigen.


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